im monat (40-stunden-woche, na klar). so viel kriegt hier ne bekannte im turnus. ich will gar nicht wissen, was menschen ohne uniabschluss mittlerweile so verdienen. mir ist schlecht.
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es geht weiter!
Man wird weiter die Erwägung nicht von sich abweisen können, dass die Erfindung der Atombombe, die buchstäblich mit einem Schlag Hunderttausende auslöschen kann, in denselben geschichtlichen Zusammenhang hineingehört wie der Völkermord.
adorno, erziehung nach auschwitz, 1966
huh? hah!
Im ADF wurde meine Signatur zensiert. - Das Adorno-Zitat aus Erziehung nach Auschwitz:
Morgen kann eine andere Gruppe drankommen als die Juden, etwa die alten, die ja im 3.Reich gerade eben noch verschont wurden, oder die Intellektuellen, oder einfach abweichende Gruppen.
Ich hatte in letzter Zeit ja öfters mal gescherzt, dass es nicht mehr lange dauern kann, bis ADs auch bei Adorno und Co Antisemitismus und NS-Verharmlosung entdecken. - Heute wurde daraus bitterer Ernst.
Auf meinen Wunsch hin wurde mein Account gelöscht. Vorbei ist vorbei.
Auf was man so Alles stößt, wenn man AD-Blättchen aus Halle liest!
„1968“ war ein nationalrevolutionärer Aufbruch in der Tradition von „1933“.
Praktischerweise gibt’s da schon eine Entgegnung, und zwar schon etwas länger - aber wer wird sowas schon zur Kenntnis nehmen? Es würd’ einem glatt die Freude am Hetzen nehmen!
»Die Machtergreifung war der Beginn einer Jugenddiktatur«, schreibt er, um gezielt nicht von der antisemitischen Volksgemeinschaft der Deutschen insgesamt zu reden. Dass weder Martin Heidegger noch Carl Schmitt oder Leo Weisgerber, alles drei wesentliche Professoren und Hochschullehrer während des Nationalsozialismus in den Bereichen Philosophie, Rechtswissenschaft und Sprachwissenschaft, jugendlich waren, spielt keine Rolle. Ohne das konservative, reaktionäre und nationalrevolutionäre Milieu der Weimarer Republik wie der Deutschnationalen Volkspartei (DNVP), dem Stahlhelm, völkischen Bünden und soldatischen ›Kameradschaften‹, Zirkeln wie dem George- oder dem Tat-Kreis, dem alten Reichspräsidenten und Generalfeldmarschall Paul von Hindenburg sowie den zahlungskräftigen Teilen des deutschen Kapitals wäre es für die NSDAP schwerer gewesen die Macht zu bekommen. Aly ignoriert diese Fakten und setzt lieber Dutschke mit Goebbels gleich. [...] Wenn Aly nun Dutschkes Sprache mit der von Goebbels auf eine Stufe stellt, argumentiert er antisemitisch. Warum? Es ist antisemitisch eine wie immer strukturierte linksradikale Rede eines ‘68ers mit der auf die Vernichtung der Juden zielenden Hetze eines Joseph Goebbels gleichzusetzen. Damit entwirklicht der Historiker den Judenhass der Nazis. [...] Götz Aly, der nur exemplarisch für eine große Tendenz in Deutschland steht, wird zum Bundesverdienstkreuz-tragenden, gleichsam ›modernen‹ Vertreter eines »soft-core denial« der Shoah. Wer den Unterschied zwischen der Bücherverbrennung vom 1933 und der (auch militanten) Kritik an der Hetze der Springer-Presse gegen die Antiautoritären und ›Ungewaschenen‹ im Jahr 1968 nicht kennt, sollte von der Analyse der Judenverfolgung im Nationalsozialismus schweigen.
Dass die Lektüre zu einem Umdenken führt, darf bezweifelt werden, wirkt doch das Gleichsetzen von 1968ern/Kapitalismuskritik/sozialen Bewegungen … mit dem Nationalsozialismus überaus entlastend. “Vergangenheitsbewältigung” as usual.
Edit: Natürlich ergibt sich aus beschränkter AD-Perspektive aus dem Heni-Text eine brisante Frage. So schreibt Heni vom “Kapital”. Nun gut, er setzt “deutsch” davor, aber trotzdem - ist das nicht verdächtig? Ist Heni in Wahrheit ein Antisemit? Wenn das mal kein Thema für die nächste Ausgabe ist! Er hat “Kapital” geschrieben!!!
Nachdem sich mein CERN-Minilöcher-Beitrag unerwartet zu nem “Renner” entwickelt hat, hier mal ein Lesetipp (ich fange aber auch erst grad an!):
Fragen, zu denen Marcuse gearbeitet hat, sind u.a.: Wie und wohin entwickelt sich die Gesellschaft? Ist die Befreiung von Unterdrückung heute möglich? Welche Chancen und Risiken birgt die moderne Technik in sich? Welche Rolle spielen politische Bewegungen bei sozialem Wandel?
Link zu Info und Inhaltsverzeichnis
Link Download (pdf)
was war?
1. bier & nettes gespräch. naja, eigentlich kopfwaschen. –> zuversicht. in sachen diss und co.
2. wieder mal festgestellt, dass die wissenschaft ne “hure” ist. boah, wieder sachen gehört, von wegen kleine wissenschafter/innen auf linie bringen. “sonst werde ich Sie fertig machen, Sie kriegen ne mehr wo nen fuß rein…”
3. auch thema: wer vom kapitalismus nicht reden will, …
4. beschlossen: planung eines gemeinsamen seminares zu nem ganz bestimmten marx. filmer!
was sein wird? was weiß ich.
FÜR VOLTAIRE
Deine Vernunft ist einseitig, flüstert die einseitige Vernunft, du hast der Macht Unrecht getan. Die Schande der Tyrannei hast du pathetisch, weinerlich, sarkastisch, polternd ausposaunt; das Gute aber, das die Macht geschaffen hat, unterschlägst du. Ohne die Sicherheit, welche nur die Macht aufrichten konnte, hätte es nie existieren können. Unter den Fittichen der Macht haben Leben und Liebe gespielt, sie haben der feindlichen Natur auch dein eigenes Glück abgetrotzt. - Was die Apologetik eingibt, ist wahr und falsch zugleich. Bei allen Großtaten der Macht kann doch allein Macht die Ungerechtigkeit begehen, denn ungerecht ist nur das Urteil, dem der Vollzug folgt, nicht die Rede des Anwalts, der nicht stattgegeben wird. Einzig sofern die Rede selbst auf Unterdrückung zielt und Macht verteidigt statt der Ohnmacht, nimmt sei am allgemeinen Unrecht teil. - Aber die Macht, flüstert weiter die einseitige Vernunft, wird von Menschen vertreten. Indem du jene bloßstellst, machst du diese zur Zielscheibe. Und nach ihnen werden vielleicht schlimmere kommen. - Die Lüge spricht wahr. Wenn die faschistischen Mörder schon warten, soll man das Volk nicht auf die schwache Regierung hetzen. Selbst das Bündnis aber mit der weniger brutalen Macht hat nicht das Verschweigen von Infamien zur sinnvollen Konsequenz. Die Chance, daß durch Denunziation des Unrechts, das einen vor dem Teufel schützt, die gute Sache leidet, war noch stets geringer als der Vorteil, den der Teufel davontrug, indem man ihm die Denunziation des Unrechts überließ. Wie weit muß eine Gesellschaft gekommen sein, in der bloß noch die Schurken die Wahrheit sprechen und Goebbels die Erinnerung ans lustig fortgesetzte Lynchen wachhält. Nicht das Gute sondern das Schlechte ist Gegenstand der Theorie. Sie setzt die Reproduktion des Lebens in den je bestimmten Formen schon voraus. Ihr Element ist die Freiheit, ihr Thema die Unterdrückung. Wo Sprache apologetisch wird, ist sie schon korrumpiert, ihrem Wesen nach vermag sie weder neutral noch praktisch zu sein. -Kannst du nicht die guten Seiten darlegen und die Liebe als Prinzip verkündigen anstatt der endlosen Bitterkeit! - Es gibt nur einen Ausdruck für die Wahrheit: den Gedanken, der das Unrecht verneint. Ist das Beharren auf den guten Seiten nicht im negativen Ganzen aufgehoben, so verklärt es ihr eigenes Gegenteil: Gewalt. Ich kann mit Worten intrigieren, propagieren, suggerieren, das ist der Zug, durch den sie verstrickt sind wie alles Tun in der Wirklichkeit, und dieser ist es, den die Lüge einzig versteht. Sie insinuiert, daß auch der Widerspruch gegen das Bestehende im Dienst heraufdämmernder Gewalten, konkurrierender Bürokratien und Gewalthaber erfolgt. In ihrer namenlosen Angst kann und will sie nur sehen, was sie selber ist. Was in ihr Medium, die Sprache als bloßes Instrument, eingeht, wird mit der Lüge identisch wie die Dinge untereinander in der Finsternis. Aber so wahr es ist, daß es kein Wort gibt, dessen die Lüge sich schließlich nicht bedienen könnte, so leuchtet nicht durch sie, sondern einzig in der Härte des Gedankens gegen die Macht auch deren Güte noch auf. Der kompromißlose Haß gegen den an der letzten Kreatur verübten Terror macht die legitime Dankbarkeit der Verschonten aus. Die Anrufung der Sonne ist Götzendienst. Im Blick auf den in ihrer Glut verdorrten Baum erst lebt die Ahnung von der Majestät des Tags, der die Welt, die er bescheint, nicht zugleich versengen muß.
Adorno/Horkheimer: Dialektik der Aufklärung.
Anmerkung: Horkheimer wurde nicht in den Titel aufgenommen, weil er sich u.a. darum bemüht hat, weitere Auflagen der DdA rauszuzögern, weil er, der er doch zum Kapitalisten mutiert war, nur ungern an seine ehemalige Kritik erinnert wurde.
T-34: Du kritisierst insbesondere den Postzionismus. Was muß man darunter verstehen?
J.Bruhn.: Der Postzionismus ist israelischer Azionismus für deutsche Antizionisten, die es gern mit Michael Foucault und der Postmoderne haben.
So ist das: Israelische Postzionist/innen tun ihre Haltungen nicht für sich selber entwickeln, sondern für Deutsche.
Kategorie: Alles klar!
Sorry, musste sein. ![]()
Mancher Linker Lieblingstext: Karl Marx: Die britische Herrschaft in Indien
Es kann jedoch keinem Zweifel unterliegen, daß das von den Briten über Hindustan gebrachte Elend wesentlich anders geartet und unendlich qualvoller ist als alles, was Hindustan vorher zu erdulden hatte.





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